Eden Island
Journal

Logbuch17. September 20265 Min. Lesezeit

Warum eigentlich „Eden Island“?

Der Eden Island Name stammt aus einem Netzwerk rund um Johannes Hartls Buch „Eden Culture“, erschienen 2021 im Herder Verlag. Was Eden wirklich bedeutet und was daraus für die Insel folgt.

Warum eigentlich „Eden Island“?
Warum eigentlich „Eden Island“?

Ein Name ist selten Zufall, und bei einer ehemaligen Militärplattform in der Ostsee wäre einiges naheliegender gewesen. Plattform Bodden. Station Ostervilm. Irgendetwas mit Beton und Stahl. Stattdessen steht dort jetzt Eden Island, und das hat eine konkrete Vorgeschichte, die älter ist als die Idee, diese Insel zu kaufen.

Vierzehn Menschen, die sich aus einem Netzwerk kannten

Am Anfang stand keine Marke und kein Konzept, sondern eine Gruppe von 14 Personen, die sich bereits kannten. Ihr gemeinsamer Bezugspunkt war das Eden-Culture-Netzwerk, das sich selbst als Netzwerk von Freunden beschreibt, angetrieben von der Sehnsucht nach einer positiven Veränderung der Gesellschaft.

In dieser Kerngruppe sitzen Architekten, Künstlerinnen, Modedesigner, Informatiker, Journalisten, Musikerinnen, Handwerker. Es ist keine Runde von Investoren, die eine Immobilie gesichtet hat. Es ist eine Runde von Leuten, die beruflich sehr unterschiedliche Dinge tun und einen gemeinsamen Anspruch daran haben, was Arbeit eigentlich sein soll.

Als die Insel auftauchte, war der Name deshalb weniger eine Marketingentscheidung als eine Herkunftsangabe. Eden Island sagt ziemlich genau, wer hier angefangen hat und mit welcher Haltung. Wer den Weg von dieser Runde zur eingetragenen Genossenschaft nachvollziehen will, findet ihn in unserem Bericht darüber, wie die Genossenschaft die Prüfung bestanden hat und vom Verband aufgenommen wurde.

Was Eden Culture tatsächlich behauptet

Eden Culture ist ein Sachbuch von Dr. Johannes Hartl, erschienen 2021 im Herder Verlag, mit dem Untertitel „Ökologie des Herzens für ein neues Morgen“. Hartl ist katholischer Theologe und Gründer des Gebetshauses Augsburg.

Das zentrale Bild des Buches ist der Garten Eden, und zwar nicht als Rückzug in eine heile Vergangenheit, sondern als Sehnsuchtsort einer gelingenden Zukunft. Hartl benennt drei Prinzipien, die er als Nährstoffe einer positiven Kultur beschreibt: Verbundenheit, Sinn und unverzweckte Schönheit. Eden Culture meint bei ihm eine Kultur des Herzens, eine Einladung, Herz und Verstand wieder zusammenzubringen.

Der Grundgedanke der biblischen Erzählung, auf die sich das bezieht, ist dabei überraschend praktisch. Der Mensch wird in einen Garten gesetzt. Nicht in eine Fabrik, in der er nur Funktion ist. Aber auch nicht in ein Schlaraffenland, in dem ihm alles zufällt. Ein Garten muss bearbeitet werden, beschnitten, gepflegt, er verwildert ohne Zutun. Daraus folgt ein Auftrag: Ordnung ins Chaos bringen, forschen, bauen, Kultur schaffen. Und gleichzeitig ist in derselben Geschichte das Ruhen angelegt. Gott selbst hört nach sechs Tagen auf und betrachtet am siebten, was entstanden ist.

Aus dieser Doppelbewegung aus Gestalten und Genießen lässt sich ein Arbeitsbild ableiten, das weder in kapitalistische Selbstausbeutung noch in Zukunftspessimismus kippt. Genau das ist der Punkt, an dem eine Insel im Bodden anschlussfähig wird.

Fünf von vierzehn Thesen, die für die Insel zählen

Das Eden-Culture-Netzwerk hat 14 Thesen formuliert, nachzulesen auf edenculture.de. Von diesen Thesen halten wir die folgenden fünf für besonders relevant in Bezug auf die Entwicklung der Insel:

These 1: Gestaltungsmut statt Zukunftsangst

Eden Island kann nur entstehen, wenn Menschen an eine positive Zukunft glauben, die es sich lohnt zu bauen und für die es sich lohnt, Mut und Leistung aufzubringen.

These 5: Besinnung statt Beschleunigung

Die Welt dreht sich immer schneller und es braucht Orte, an dem Menschen zur Ruhe kommen und sich dem Guten, Wahren und Schönen widmen können.

These 10: Für das unverzweckt Schöne

Ohne Schönheit verkümmert das Leben und Orte werden grau und trostlos. Auf Eden Island soll das unverzweckt Schöne seinen Platz haben und ein Nährboden entstehen für Kunst und Kreativität.

These 12: Für eine Kultur des gemeinsamen Feierns

Es geht um mehr als Arbeiten und Überleben. Das Feiern ist seit jeher ein wichtiges Ventil für Menschen. Als Ausdruck der Freude am Leben sollen auf Eden Island deshalb Feste gefeiert werden.

These 14: Verbunden mit Gott

Eden Island darf und soll auch ein Ort des Glaubens werden, an dem Menschen Gott begegnen, dieSchönheit der Schöpfung bewundern und Danksagung üben können. Die Insel kann auch für spirituelle Retreats oder Schweige-Aufenthalte besucht werden.

Ein offenes Projekt

Die ersten Initiatoren fühlen sich diesen Werten verpflichtet und haben deswegen den Schritt ins Ungewisse gewagt.

Doch auch wenn die Gedanken dazu auf einer biblischen Geschichte beruhen, handelt es sich hierbei nicht um eine religiöse Gruppierung. Bei Eden Island ist jeder Mensch willkommen, der eine konstruktiv-optimistische Lebens- und Arbeitsweise kultiviert. Wir haben große Lust darauf, der Welt zu zeigen, was möglich ist, wen Menschen ihre Talente bündeln und gemeinsam an einem scheinbar unmöglichen Projekt arbeiten.


Häufige Fragen

Woher kommt der Name Eden Island?

Der Name geht auf das Eden-Culture-Netzwerk zurück, aus dem sich die ursprünglichen 14 Personen der Kerngruppe kennen. Grundlage ist das Buch „Eden Culture“ von Dr. Johannes Hartl, 2021 im Herder Verlag erschienen.

Ist Eden Island ein religiöses Projekt?

Nein. Die Gedanken hinter dem Namen beziehen sich auf eine biblische Erzählung, aber Eden Island ist keine religiöse Gruppierung. Willkommen ist jeder Mensch mit einer konstruktiv-optimistischen Lebens- und Arbeitsweise.

Worum geht es im Buch „Eden Culture“?

Johannes Hartl beschreibt darin den Garten Eden als Bild für eine gelingende Zukunft und nennt drei Prinzipien einer positiven Kultur: Verbundenheit, Sinn und unverzweckte Schönheit. Der Untertitel lautet „Ökologie des Herzens für ein neues Morgen“.

Welche der 14 Thesen sind für die Insel besonders relevant?

Fünf der auf edenculture.de veröffentlichten Thesen: Gestaltungsmut statt Zukunftsangst, Besinnung statt Beschleunigung, für das unverzweckt Schöne, für eine Kultur des gemeinsamen Feierns und verbunden mit Gott.

Muss ich die Thesen teilen, um Anteile zu zeichnen?

Nein. Es gibt kein Bekenntnis und keine weltanschauliche Prüfung. Die Genossenschaft ist eine Rechtsform mit klaren Regeln, offen für alle, die konstruktiv an dem Projekt mitwirken wollen.

Quellen

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt.

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